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Kategorie: Alle

admin
2. August 2026
Madeira - Frühling im Dezember

Realtiv spontan haben wir beschlossen, den Jahreswechsel im Süden zu verbringen und so sind wir kurzerhand für eine Woche nach Madeira geflogen – die Insel des ewigen Frühlings, die Blumeninsel im Atlantik oder auch das Hawaii Europas, wie diese Destination gerne genannt wird. Dabei bedeutet das portugiesische Wort „madeira“ soviel wie „Holz“.

2017 waren wir schon einmal auf dieser großartigen Insel und wussten daher grob, was uns erwartete. Sonnige 21°C im Dezember, kilometerlange Wanderungen entlang der Levadas (Bewässerungskanäle), Bergtouren im Inland, schwarze Strände und Steilküsten an der Küste, feuchter Dschungel und natürlich unzählige Foto- und Malmotive. Wenn das mal nicht wieder eine fantastische Idee für ein „Winter-Getaway“ war!

Ein paar Highlights unseres Trips sind im folgenden Beitrag zusammengefasst.

Fanal: Der Feenwald

Im Nordwesten der Insel gelegen ist der Fanal Wald ein Teil des zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Lorbeerwaldes Madeiras.

Hier stehen Stinklorbeerbäume, die schon ein paar Jahrhunderte alt sind. Die Äste der Bäume sind bizarr geformt und durch die hohe Luftfeuchtigkeit sind die Bäume mit Moosen und Farnen bewachsen. Da passt die Bezeichnung „Feenwald“ doch ganz gut. Hier hätte man auch super Szenen aus Herr der Ringe oder Harry Potter drehen können. An den meisten Tagen im Jahr herrscht hier dichter Nebel, und so kommt es, dass einem Google fast nur Nebelbilder vom Fanal liefert, wenn man danach sucht. Bei unserem Besuch war von Nebel allerdings keine Spur. Wir kamen gegen Nachmittag am Forsthaus Fanal an und machten zuerst eine kurze Rundwanderung aus unserem Rother Wanderführer (Tour Nr. 57, von Fanal nach Fio) um uns einen Überblick zu verschaffen. Anschließend wandelten wir zwischen den mystischen Bäumen umher und staunten über den wunderschönen Sonnenuntergang. Nachdem immer noch kein Nebel in Sicht war, änderte Marcel einfach den Plan und fotografierte stattdessen den beeindruckenden Sternenhimmel hinter einem ausgewählten Baum.

Wir blieben noch eine Weile im Fanal Wald sitzen und lauschten in der Dunkelheit den Geräuschen der Kühe, die neben uns die einzigen Besucher des Waldes waren.

Ribeiro Frio: Levadas, Aussicht und Forellen

Typische Touristenattraktionen sind normalerweise nicht so unser Fall. Trotzdem sind wir dieses Mal nach Ribeiro Frio, wo zwei sehr beliebte Levada-Touren starten. Eigentlich wollten wir auf den Pico do Arieiro (1818m) um von dort aus zum Pico Ruivo (1862m) zu wandern. Leider war auf den Gipfeln Madeiras extrem starker Wind und dichter Nebel, sodass wir die Tour nicht begehen konnten und wollten. Daher sind wir schließlich im etwas tiefer gelegene Ribeiro Frio gelandet, wo wir tatsächlich Sonne abbekamen. Hier haben wir dann zuerst die „Touri-Tour“ schlechthin gemacht: Eine kurze Wanderung zur Aussichtskanzel „Balcões“. Der Weg ist breit, gut ausgeschildert und leicht begehbar, daher eine gute Einstiegswanderung für alle Altersklassen. Da wir recht früh dort waren hatten wir noch Glück und haben „nur“ eine Busgruppe angetroffen.

In weniger als 20 Minuten gelangt man zum genannten Aussichtspunkt, von welchem man einen fantastischen Blick auf das Zentralmassiv Madeiras auf der einen Seite, und hinunter zum Meer auf der anderen Seite hat. Auf dem Rückweg genehmigten wir uns in der Snackbar Flor da Selva einen Galão – einen großen, portugiesischen Milchkaffee. Außerdem wollten ein paar Ableger der blau blühenden afrikanischen Schmucklilie unbedingt mitgenommen werden. Der Agapanthus africanus, so die botanische Bezeichnung, wächst und blüht auf Madeira einfach überall und erinnert uns immer an Urlaub. Hoffentlich schafft er es auch auf unserem Balkon…

Nach einer Mittagspause im Ribeiro Frio Restaurant mit frischer, gegrillter Forelle aus der Forellenzucht nebenan, beschlossen wir kurzerhand, noch eine zweite, „richtige“ Wanderung dranzuhängen. Wir entschieden uns für die Rundwanderung auf die Hochebene Feiteiras de Baixo, welche ebenfalls im Rother Wanderführer zu finden ist (Nr. 42). Die Tour führte zunächst an der Levada do Furado entlang. Eine sehr schöne Levada, gesäumt von üppiger, subtropischer Vegetation und alten Lorbeerbäumen. Immer wieder haben wir eine großartige Aussicht in das Tal und auf die höchsten Berge Madeiras. Viele Blaufinken begleiten uns und fressen uns sogar ein paar Brotkrumen aus der Hand.

Irgendwann führte uns der Weg von der Levada weg und über Treppenstufen und Wurzelwege rund 300 Höhenmeter hinauf bis zur Hochebene Feiteiras de Baixo. Wir staunten nicht schlecht, als sich nach dem Aufstieg der Dschungel lichtete und wir auf einer saftig grünen Wiese standen, die uns ein wenig an eine Alm erinnerte. Das Bergmassiv Madeiras im Hintergrund und viele weidende Schafe im Vordergrund lassen uns kurz glauben wir sind auf einem ganz anderen Kontinent gelandet. Ein alter, gepflasterter Madeira-Weg führt uns schließlich wieder hinunter nach Ribeiro Frio. Ein richtiger Geheimtipp, diese tolle Rundwanderung!

Ponta do Sol: Sonne satt und leckere Tapas

Als ich 2015 zusammen mit meiner Mama eine Woche auf Madeira war, waren wir in Ponta do Sol untergebracht. Das kleine Örtchen an der Südküste gilt als das sonnenreichste Dorf Madeiras. Auch in diesem Urlaub konnten wir dem Flair nicht widerstehen und fuhren an einem sonnigen Tag zum Mittagessen dorthin. In der Tapas-Bar „The Old Pharmacy“ bestellten wir eine gemischte Tapas-Platte, die zwar nicht mehr genauso aussah wie 2015, aber dennoch sehr lecker schmeckte.

Ponta do Sol hat außerdem ein Strandbad und eine kleine Promenade mit bunten Hausfassaden, außerdem gibt es eine imposante Steinbrücke, die zu einer Art Stein-Kai hinausführt, von welchem man einen fantastischen Blick auf das kleine Dorf hat. Zugegeben: Wirklich viel gibt es hier nicht zu sehen und zu tun, aber schon allein für die Tapas und eine hausgemachte Limonade lohnt sich ein Besuch!

Funchal: Der tropische Garten Monte Palace

Bei unserem letzten Besuch haben wir den „Botanischen Garten Funchal“ besucht, der uns ganz gut gefallen hat. Dieses Mal schauten wir uns den zweiten tropischen Garten „Monte Palace“ an. Dieser befindet sich direkt an der Bergstation der bekannten Seilbahn Funchal – Monte. Wir hatten ein wenig Pech, denn gerade an diesem Tag hatte die AIDAnova in Funchal festgemacht und zahlreiche „Insassen“, wie mir die Kreuzfahrttouristen manchmal vorkommen, hatten den gleichen Plan wie wir.

Im botanischen Garten war die Menschenmenge aber ganz angenehm und wir verbrachten dort einige schöne Stunden. Der Garten bietet neben zahlreichen Pflanzen auch Kunstobjekte und viele verschiedene Kachelbilder, die portugiesischen „Azulejos“. Das Highlight des Gartens ist vermutlich der mit sehr viel Liebe ins Detail angelegte See in der Mitte, auf dem kitschigerweise auch noch ein paar Schwäne unterwegs waren.

Mir persönlich hat der Monte Palace besser gefallen als der andere botanische Garten und ich kann ihn nur empfehlen!

Levada hoch zwei: Nichts für schwache Nerven

Eine Levada-Rundwanderung der Extraklasse ist die Kombination aus der Levada Nova und der etwas tiefer gelegenen Levada do Moinho oberhalb von Ponta do Sol. Diese Tour haben wir bereits das zweite Mal (ich sogar das dritte Mal) gemacht, weil sie uns so gut gefällt. Sie ist ebenfalls im Wanderführer von Rother verzeichnet, aufgrund der hohen Schwindelgefahr sogar als “schwarz” eingestuft (Tour Nr. 12). Wir wanderten zuerst entlang der Levada Nova ins Tal von Tabua hinein. Entlang dieser Levada läuft man teilweise auf einem nur 40cm breiten Mäuerchen, neben welchem der Hang steil abfällt. Es gibt zwar teilweise einen Drahtseilzaun – aber eben nur teilweise. Wir sind schließlich nicht in Deutschland 🙂 Trittsicherheit, festes Schuhwerk und Konzentration sind also wichtige Voraussetzungen für diese Tour, Schwindelfreiheit und keine Höhenangst eine sinnvolle Ergänzung.

Nach einem ordentlichen Wanderstück in der wunderbaren Nachmittagssonne erreichten wir einen ca. 200m langen Tunnel, bei dem unsere Taschenlampe zum Einsatz kam. Schon im Tunnel hörten wir ein Rauschen und auf der anderen Seite erwartete uns ein imposanter Wasserfall, durch den man “hindurch” laufen muss.

Nach weiteren zehn Minuten führte uns eine Treppe hinab zur Levada do Moinho, die parallel zur Levada Nova verläuft und uns wieder zurück in die Zivilisation führte.

Trailer: Madeira Dezember 2022

Und zur guter letzt: Auf Play klicken und vier Minuten und 13 Sekunden Urlaub genießen!

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admin
2. August 2026
SWCP Etappe 1: Padstow - Mawgan Porth

ETAPPEN STATISTIK

Datum: 02. August 2022

Start: Padstow, The Golden Lion

Dauer: 7:43 Stunden

Distanz: 29,36 km

Höhenmeter: 746 hoch, 917 runter

Ziel: Mawgan Porth

Fortschritt: South West Coast Path: Padstow - Penzance (175,3 km)
Etappe 1: 29,36 km

Gleich an unserem ersten Tag stand uns die längste Etappe bevor: Knapp 30 km! Also überredeten wir unsere Landlady Sarah, uns schon um 07:15 Uhr Frühstück zu machen, damit wir zeitig aufbrechen konnten. Gestärkt mit Müsli, Avocadobrot und Kaffee ging’s dann endlich los auf den South West Coast Path. Voller Vorfreude und Aufregung starteten wir in dieses lang ersehnte Wanderabenteuer. Es war bewölkt und trüb, und als wir aus dem Pub traten regnete es sogar ein wenig. Zum Glück hörte der Nieselregen aber nach rund zehn Minuten auf und es sollte den restlichen Tag trocken bleiben.

Kaum hatten wir Padstow verlassen ging der Weg in einen schmalen Trampelpfad über, der sich an zahlreichen kleinen Sandbuchten vorbeischlängelte. Es war fast nichts los, wir trafen lediglich ein paar Einheimische mit ihren Hunden. Immer wieder kamen wir an schmucken Cottages mit hübschen Gärten vorbei, Cornwall pur eben.

In Harlyn genehmigten wir uns einen leckeren Cappuccino von der “Beach Box” und gegen Mittag legten wir am Trevose Head Lighthouse eine Mittagsrast ein. Ansonsten bemühten wir uns, zügig durchzuwandern, da in Mawgan Porth um 17:30 Uhr ein Taxi auf uns wartete, dass uns zurück nach Padstow brachte. Aufgrund unserer später Buchung gelang es unserem Reiseveranstalter nämlich nicht, in Mawgan Porth eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden und so blieben wir gleich zwei Nächte im Golden Lion.

Die Etappe war trotz des trüben Wetters einfach wunderbar: Einsame Sandstrände, schroffe Steilküsten und immer wieder pittoreske englische Steinhäuschen. Genauso hatte ich mir den South West Coast Path vorgestellt!

Nach ca. 22km hatte ich ein kleines Unterzucker-Tief, welches wie ein Wunder durch einen üppigen Brownie von einem Beach Café in Porthcothan überwunden werden konnte. Und so haben wir unsere erste Etappe vollends gemeistert und kamen gegen 17:00 Uhr in Mawgan Porth an. Wir hatten damit sogar noch eine halbe Stunde Zeit, uns an den Strand zu legen.

Impressionen der ersten Etappe

Fazit Etappe 1: 

Eine abwechslungsreiche und schöne Wanderung, die mit 30km Länge direkt einiges abverlangt. 

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admin
2. August 2026
SWCP Etappe 7: St Just - Porthcurno

ETAPPEN STATISTIK

Datum: 09. August 2022

Start: St Just, The Commercial

Dauer: 5:53 Stunden

Distanz: 19,60 km

Höhenmeter: 540 hoch, 843 runter

Ziel: Porthcurno (Transfer zurück nach St Just)

Fortschritt: South West Coast Path: Padstow - Penzance (175,3 km)
Etappe 1: 29,36 km + Etappe 2: 27,67 km + Etappe 3: 18,89 km + Etappe 4: 28,93 km + Etappe 5: 12,25 km + Etappe 6: 20,45 km + Etappe 7: 19,6 km

Nach dem Frühstück in St Just mussten wir ca. einen Kilometer in Richtung Küste gehen, um wieder auf den SWCP zu gelangen. Am Cape Cornwall fanden wir dann den ersten Wegweiser und waren wieder “back on track”. Der erste Abschnitt der heutigen Etappe verlief sogar im Schatten – eine willkommene Abwechslung bei knapp 30 Grad! Der Weg war wieder leichter zu gehen, nur an einer Stelle mussten ein paar Steinbrocken überklettert werden.

Bald erreichten wir Sennen Cove, wo wir uns am Strand ein Thunfisch-Baguette und eine kalte Cola gönnten. Wir trafen das niederländische Wanderpärchen wieder, mit welchem wir auch schon in Zennor Bekanntschaft gemacht hatten. Sie wanderten ähnliche Etappen und in einer ähnlichen Geschwindigkeit, sodass wir und immer wieder gegenseitig überholten, wenn die anderen gerade Pause machten. 

Nachdem wir Sennen Cove verlassen hatten erreichten wir relativ schnell Land’s End, den westlichsten Punkt Englands. Die Masse an Menschen, die uns dort erwartete, erschlug uns förmlich. Mit Bussen kommen hier die Touristen an und schlendern durch ein extra aufgebautes kleines Dorf mit zahlreichen Restaurants und Souvenirshops. Nach 7 Tagen Zweisamkeit auf dem Küstenpfad war das so gar nicht unser Ding, und so gab es nur schnell zwei Donuts auf die Hand, und schon ließen wir Land’s End hinter uns. 

Von nun an wanderten wir also ostwärts. Die Buchten und Strände wurden immer voller und voller, denn das Meer war hier tatsächlich ein paar grad wärmer als an der Westküste.

Kurz vor unserem Etappenziel pausierten wir im Garten des zuckersüßen Porthgwarra Cove Café, und ließen uns einen eiskalten Erdbeermilkshake schmecken, um für die letzte Wanderstunde noch einmal Kraft zu tanken. Vorbei am berühmten Minack Theatre stiegen wir dann zum Porthcurno Beach ab und stürzten uns sofort ins kühle Nass. Wir hatten nämlich noch über eine halbe Stunde Zeit, bis uns ein Taxi abholte und aufgrund mangelnder Unterkünfte zum Übernachten wieder zurück nach St Just brachte.

Impressionen der siebten Etappe

Fazit Etappe 7: 

Weil man auf dieser Etappe den besonderen “Wendepunkt” Land’s End passiert, ist sie irgendwie etwas besonderes. Landschaftlich wie immer traumhaft, durch die heißen Temperaturen fühlen wir uns teilweise wie auf Sardinien.

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admin
2. August 2026
Wandern auf Mallorca - Von der Cala Tuent nach Fornalutx

Von der Cala Tuent nach Fornalutx

Eine traumhafte Wandertour, die alles verbindet, was Mallorca ausmacht: Traumhafte Küstenlandschaften, alte Olivenhaine und ein wunderhübsches Bergdorf, das bereits mehrmals zum schönsten Dorf Spaniens gekürt wurde.

Unser Ausgangsort: Port de Sóller
Cala Tuent

Schon die Anreise zu dieser Wanderung war ein Highlight: Mit einem Schiff der “Barcos Azules” ging es von Port de Sóller entlang der schroffen Felsküste bis zur einsamen Bucht Cala Tuent. Außer uns stiegen nur zwei weitere Wanderer hier aus, sodass wir die Bucht ganz für uns alleine hatten. Am Strand steht ein toller einzelner Baum, der nur darauf wartet, beklettert und fotografiert zu werden. Da mussten wir uns doch tatsächlich ein bisschen aufraffen, diese wunderschöne Bucht zu verlassen und uns auf den Wanderweg zu begeben. Direkt am Strand steht ein erstes Wanderschild und man wandert zunächst immer in Richtung Sóller/Port de Sóller und kann sich somit nicht verlaufen. Nach einem kurzen Anstieg führt der Weg ganz traumhaft am Hang entlang und bietet eine grandiose Aussicht über Mallorcas Küste. 

Wir entdeckten bald einen tollen Picknickplatz und aßen Manchego-Baguette mit Salami-Sticks zu Mittag. Dann ging es über den Coll de Biniamar in ein Tal hinab und auf der anderen Seite wieder hinauf, durch alte Olivenhaine hindurch bis zum Mirador de ses Barques. Von hier aus kann man bereits die Bucht von Port de Sóller sehen. Im gleichnamigen Restaurant war es sehr voll, deshalb aßen wir nur schnell einen Mandelkuchen und tranken einen Cortado (=unser absolutes Lieblings-Kaffee-Getränk), dann wanderten wir noch weiter bis nach Fornalutx. Hier genossen wir die warme Nachmittagssonne und kehrten im “Can Benet” in der Nähe des Placa d’Espanya ein. Der Orangensaft schmeckt einfach nirgends so gut wie auf Mallorca – und besonders lecker ist er in Fornalutx! Dazu gab’s Pa amb tomàquet und ein paar Oliven. Da läuft mir wirklich noch beim Schreiben dieses Beitrags das Wasser im Mund zusammen! Mit dem Bus ging es schließlich zurück nach Port de Sóller. Eine perfekte Wanderung um “unser” Mallorca zu entdecken, die nicht umsonst auch als “Top-Tour” im Rother Wanderführer Mallorca aufgelistet ist.

Fornalutx - das schönste Dorf Spaniens
Wanderbelohnung deluxe
Schmucke Gassen in Fornalutx
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admin
2. August 2026
Jagsttal Wiesen Wanderung 2023

Die Jagsttal-Wiesen-Wanderung ist eine gemeinsame Aktion der Gemeinden Langenburg, Mulfingen, Dörzbach und Krautheim und führt von Bächlingen bis Gommersdorf immer entlang des idyllischen Jagsttals. Über 100 Infostände bieten den Wanderern entlang des Wanderweges Wissenswertes rund um die Natur, es gibt Mitmach-Aktionen und geführte Wanderungen. Und das Beste: Um die Verpflegung muss man sich auch keine Gedanken machen, an fast jedem Streckenabschnitt gibt es leckere Hohenloher Spezialitäten und erfrischende Getränke. Von Grillspezialitäten über gefüllte Nudeln bis hin zu hausgemachten Kuchen – hier ist definitiv für jeden etwas dabei. 

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Homepage.

Obige Abbildung gibt es auf der Homepage der J.W.W. oder im gedruckten Flyer, den man auch an vielen Stationen entlang der Wanderungen mitnehmen konnte. Als uns dieser Flyer irgendwann im April zufällig in die Hände fiel, waren wir uns gleich einig: Da müssen wir Wanderliebhaber dabei sein. Nach und nach konkretisierte sich dann auch der Reiz, die komplette Strecke an einem Tag zu schaffen. 30 km hatten wir bereits in England auf dem SWCP mehrmals in Folge geschafft, dann sollten doch auch 38, 2 km zu schaffen sein!

Quelle Abbildung: https://www.jagsttalwiesenwanderung.de/#&gid=1&pid=1

Und ganz nach dem Motto “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt” oder auch “No Pain, No Gain”, beschlossen wir, es einfach einmal zu versuchen. Von jeder Station fuhren Busse im 30-min-Takt, sodass man jederzeit abbrechen und zurück zum Auto fahren konnte. Wir gingen also kein Risiko ein, hatten durch die vielen Verpflegungsangebote nicht viel Gepäck und das Wetter war ebenfalls auf unserer Seite.

Am Samstag, 13. Mai 2023 um Punkt 7:00 Uhr starteten wir also bei Nebel in Bächlingen die wohl längste Wanderung unseres bisherigen Wanderlebens.

Der Weg war durchweg super ausgeschildert (entweder mit der Abkürzung J.W.W. oder mit einem Schmetterling) und man konnte sich nicht verlaufen. Besonders gut gefiel uns, dass er nur kurze Abschnitte über den Kocher-Jagst-Radweg führte, und meist über idyllische Wald- und Wiesenwege. Teilweise waren die Wege aufgrund der regnerischen Tage zuvor sehr matschig, was uns aber wenig störte. 

Für die ersten vier Stunden hatten wir Frühstück und Vesper dabei, denn erst ab 11:00 Uhr öffneten die ersten Verpflegungsangebote. So gab es dann in Unterregenbach ein Oatmeal und zwischen Heimhausen und Mulfingen ein Brot, denn wer Energie verbraucht muss schließlich auch entsprechend zuführen!  Ein Milchkaffee in Mulfingen sorgte nochmal für den extra Kick und wir genossen die ersten Kilometer sehr!

In Ailringen legten wir eine längere Mittagspause ein und probierten zum ersten Mal die traditionellen gefüllten Ailringer Nudeln (“don’t call it Maultasche!”). Sowohl angebraten als auch in der Brühe waren sie echt lecker und vor lauter Hunger haben wir gar kein Bild davon gemacht. Dazu gab’s ne Cola und weiter ging’s! Doch nur 2,2 km weiter merkten wir beim Stand des Jugendraum Hohebachs, dass die gefüllten Nudeln wohl noch nicht genug waren. Darum gab es schlicht und einfach noch eine gegrillte Bärlauch-Bratwurst aus dem BBQ-Smoker im Weckle – inklusive toller Aussicht über das Jagsttal. Etwas weiter in einem Waldstück kamen wir an einem Kneipp-Becken mit Barfußpfad vorbei und legten natürlich nochmal eine kurze Pause ein. Ein eiskaltes Kneipp-Becken für müde Wanderbeine, die bereits 27,8 km “intus” hatten – man kann sich kaum was schöneres vorstellen!

Bis Dörzbach war es nun ein Klacks – denn dort wartete Rhabarberkuchen mit Sahne und Kaffee auf uns. Ganz idyllisch unter einem blühenden Kastanienbaum am Bahnhofsgebäude. Die 30km-Marke hatten wir bis hierhin geknackt, ab jetzt hieß es wirklich “No Pain, No Gain”.

Richtig hart wurde es schließlich zwischen Klepsau und Krautheim, hier galt es dann die Tiefs mit Traubenzucker oder Schokolade zu bekämpfen. Richtige Schmerzen hatten wir nicht, aber die Zehen und die Fußsohlen machten sich so langsam bemerkbar. 

Von der Burg in Krautheim waren es nochmal 2,3 km bis zur Bushaltestelle im Zielort Gommersdorf. So kurz vor dem Ziel wollten wir natürlich nicht aufgeben, auch wenn wir wirklich schon k.o. waren. Also legten wir tapfer noch einmal einen Zahn zu und erreichten kurz vor 18:00 Uhr tatsächlich Gommersdorf, wo wir nahtlos in den J.W.W.-Bus einsteigen konnten, der uns dann um 19:00 Uhr in unserem Startort Bächlingen ablieferte. Das einstündige Sitzen tat mir leider gar nicht gut und ich konnte anschließend kaum mehr aus dem Bus steigen – die letzten 5 km waren wohl doch ein bisschen zu viel. Zum Glück hatten wir den Sonntag zum Beine hochlegen noch vor uns.

Insgesamt haben wir 39,1 km in 8:49 h Gehzeit zurückgelegt und immerhin 866 Höhenmeter überwunden. Ein neuere Rekord für uns, den wir so schnell bestimmt nicht brechen werden.

Alles in allem war es eine tolle Wanderung durch unsere “Heimat”, die wir auch im nächsten Jahr sicher nicht auslassen werden.

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