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Kategorie: Alle

admin
2. August 2026
Alpenüberquerung

Von Oberstdorf zu Fuß über die Alpen bis nach Meran – die etwas anderen Flitterwochen!

Nach langen Überlegungen aufgrund der Corona-Lage, haben wir uns relativ spontan doch noch dazu entschlossen, in den Sommerferien wegzufahren. Nach ein bisschen Recherche und einer älteren Aufzeichnung der Sendung “Wunderschön – Über die Alpen wandern” war klar: Wir wollen wandern. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern so richtig. Wir wollen Berge besteigen, zu Fuß voran kommen, Natur erleben und körperlich etwas leisten. Wir wollen die Alpen überqueren. Aber können wir so etwas überhaupt schaffen?

Von vorne bis hinten den bekannten Fernwanderweg E5 zu wandern und in Massenschlaflagern in Berghütten zu übernachten schied von Anfang an aus – erstens wegen Corona, zweitens weil man bereits Monate zuvor Schlafplätze hätte reservieren müssen und drittens weil das einfach nicht so unser Ding ist. Relativ schnell hatten wir eine Alternative für uns gefunden: Eine Alpenüberquerung auf alternativen Routen, individuell und nur zu zweit – ohne Gruppe, ohne Guide, dafür mit Hotelkomfort und Gepäcktransport. Sodass man nur mit einem leichten Tagesgepäck unterwegs sein und sich nachts in aller Ruhe regenerieren kann. Für den Anfang also eine sehr verlockende Reise für uns! Gefunden haben wir die Reise übrigens bei ASI Reisen.

Etappe 1 – vom Kleinwalsertal ins Lechtal

12 km, ↑ 800m, ↓ 300m, 4,5h

Los ging es morgens mit dem Linienbus bis nach Baad im Kleinwalsertal – hier startete unsere erste Wanderung bei wahnsinnig tollem Wetter. Es ging zunächst entlang des Bärguntbaches in einem idyllischen Tal leicht bergauf. Nach ca. 45 min erreicht man die Bärgunt-Hütte (1408m), die allerdings noch geschlossen hatte, als wir dort ankamen. Also ging es direkt weiter, es folgte ein steilerer Aufstieg durch ein Waldstück. Oben wurden wir mit einer wunderschönen und weitläufigen Alm belohnt, auf welcher wir die ersten Allgäu-Kühe und auch Pferde beobachten konnten. Weiter ging’s bergauf zum Hochalppass (1938m). Oben angekommen genossen wir ein kleines Picknick mit Blick auf den großen Widderstein (2533m).

Von nun an ging es bergab – und schnell wurde uns klar, dass es eine sehr gut Idee war, Wanderstöcke mitzunehmen! Man ist wirklich sicherer im Auf- und besonders im Abstieg und entlastet die Kniegelenke. Wir hatten nun das Ski-Gebiet Warth-Schröcken im Blick und stiegen immer weiter ab bis zur Jägeralpe am Hochtannbergpass. Hier belohnten wir uns erst einmal mit Kaspressknödelsuppe und Schnitzel mit Pommes, bevor es weiter bis in den Ortskern von Warth ging.

In Warth angekommen fuhren wir mit dem Bus bis nach Hägerau/Steeg, wo unsere erste Unterkunft auf uns wartete. Voller Elan spazierten wir noch bis zum Hägerauer Wasserfall und zum Kneipp-Becken am Lech – eine wunderbare Erfrischung für müde Wanderbeine! 🙂

Etappe 2 – vom Lechtal ins Inntal

10 km, ↑ 950m, ↓ 400m, 5h

Heute hingen schon am Morgen sehr viele Wolken in den Bergen, was leider auch den ganzen Tag so bleiben sollte. Außerdem wurde die heutige Route aufgrund eines Murenabgangs noch etwas verändert und so brachte man uns morgens mit einem Taxi bis zum Start der Wanderung kurz nach Bschlabs. Nach guten drei Stunden Aufstieg erreichten wir die Anhalter Hütte, die allerdings aufgrund von Umbauarbeiten geschlossen hatte und auch weiträumig abgesperrt war. Wir legten nur eine ganz kurze Pause ein, da sich ein Gewitter zusammenzubrauen drohte. Nichtsdestotrotz aßen wir unsere belegten Brote und konnten sogar noch zwei Murmeltiere beobachten, bevor es anfing zu regnen. Von nun an gingen wir so zügig wie wir konnten weiter – denn wer ist schon gern bei Gewitter in den Bergen…

Es ging weiter über das Steinjöchl (2198m) bis hinunter zum Hahntennjoch, wo wir an einer Bushaltestelle Unterschlupf fanden, bis der Regen etwas schwächer wurde. Vor lauter Regen hatten wir beim Abstieg wohl eine in der Beschreibung unserer Route erwähnte Abzweigung verpasst, sodass wir jetzt einfach querfeldein über eine Wiese weiter zu Maldonalpe wanderten – unserem heutigen Ziel. Die Maldonalpe ist die Melkalpe der Gemeinde Imst und bietet unglaublich leckere Köstlichkeiten an, alle regional und vor Ort produziert. Nach einer Stärkung wurden wir wieder vom Taxi abgeholt und nach Imst in unsere nächste Unterkunft gebracht. Zu Fuß kommt man von dort aus nämlich nur auf der Passstraße weiter – ziemlich unromantisch und auch gefährlich.

Etappe 3 – wunderbares Ötztal

13 km, ↑ 750m, ↓ 630m, 4,5h

Wir starteten heute in Umhausen, und schauten uns zunächst den Stuibenfall an, welchen man nach gut 45min erreicht. Der Stuibenfall ist mit 159m der größte Wasserfall Tirols. Wir staunten nicht schlecht, als uns klar wurde, dass unsere heutige Wanderung erst über eine 80m lange Hägebrücke zum Wasserfall hin, und dann 700 Stufen zum Wasserfall hinauf führte. Auf verschiedenen Plattformen hat man auf dem Weg immer wieder andere Perspektiven auf die gigantische Wassermenge. Ein echtes Highlight unserer Reise und absolut empfehlenswert!

Oben angekommen ging es weiter bis nach Niederthai und Lehen. Nach einem weiteren Auf- und Abstieg erreichten wir zur Mittagsrast die Jausenstation Wiesle, wo es leckere Käsespätzle für uns gab. Von dort aus ging es auf einem Waldweg wieder hinunter ins Tal bis nach Dorf Espan. Von Dort aus dann mit dem Bus weiter nach Sölden. Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück, denn trotz Wolken und gemeldetem Regen wurden wir nicht nass.

Etappe 4 – vom Ötztal ins Passeiertal – die Königsetappe

16 km, ↑ 1122m, ↓ 760m, 6h

In Zwieselstein (kurz nach Sölden) startete die heutige Route. Von dort ging es direkt steil bergauf und dann entlang des Timmelsbaches immer weiter das Tal hinauf. Diese Route ist eine originale E5-Etappe, doch wider meiner Erwartungen war überhaupt nichts los auf der Strecke. Außer drei Wanderer und gefühlt 150 Kühen haben wir niemanden getroffen. Der Wanderweg steigt immer weiter an, bis man deutlich oberhalb der Passstraße gen Timmelsjoch marschiert. Oben angekommen (2509m) hat man einen Meilenstein erreicht: Die Grenze zwischen Österreich und Italien! Auf diesen Erfolg hin mussten wir erst einmal was Essen: Timmelsburger mit Pommes und Kaiserschmarrn mit Apfelmus.

An einer alten Zollstation vorbei, die heute nicht mehr als eine verfallene Steinhütte ist, ging es nun stetig bergab. Die letzten 30 Minuten unseres Abstiegs wurde dann eher ein Trailrun aus unserer Wanderung – wir mussten uns richtig beeilen, um den Bus nach St. Martin in Passeier zu erwischen, der fährt nämlich im 2-Stunden-Takt und allzu lange wollten wir dann doch nicht mehr warten. Es ging aber alles gut und am Restaurant Hochfirst erwischten wir unseren Bus.

Etappe 5 – entlang der Waalwege vom Passeiertal bis nach Meran

20 km, ↑ 880m, ↓ 1000m, 6,5h

Am letzten Tag unserer Alpenüberquerung hatten wir nochmal Kaiserwetter. Ab Saltaus im Passeiertal wanderten wir einen Höhenweg entlang, der dann in die Meraner Waalwegrunde überging. Den Kessel von Meran hatten wir dabei relativ bald im Blick, sodass unser Ziel so langsam greifbar wurde. Immer wieder schlängelte sich der schmale Waldpfad kleinere Täler hinein und wieder heraus, bis wir schließlich am Kuenser Waalweg angelangt waren. Diesem folgten wir bis nach Dorf Tirol. Wir kamen an hunderten Apfelbäumen vorbei, die durch das alpin-mediterrane Klima Südtirols mit 300 Sonnentagen im Jahr optimale Bedingungen zum wachsen haben. Auch Weinreben gibt es hier an jeder Ecke. Nach einer gefühlten Ewigkeit, die wir durch mein persönliches Paradies wanderten, kamen wir an den Gasthof “Tiroler Kreuz” wo es mit Schluzkrapfen und Hirtenmakkeroni ein verspätetes Mittagessen gab. Von hier an ging es weiter durch das uns bekannte Dorf Tirol bis zum Tappeinerweg, auf dem wir bis nach Meran hinunter spazierten.

Wir haben es also tatsächlich geschafft. Wir sind von Deutschland über Österreich bis nach Italien gewandert. Jede einzelne Tour hatte eine unterschiedliche Landschaft zu bieten und war auf ihre Weise wunderschön. Das tägliche Laufen ist wirklich entschleunigend und hilft, die Gedanken völlig abzuschalten. Außerdem habe ich es als unglaublich befriedigend empfunden, jeden Tag eine gewisse Strecke hinter sich zu bringen und an einem anderen Ort zu landen. Wir haben unsere Reise sehr genossen und würden sie jederzeit wieder machen.

Zum Glück gibt es noch andere Routen über die Alpen!

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admin
2. August 2026
Steile Abendrunde um Braunsbach

Urlaub in Hohenlohe - Teil 3

Braunsbacher RUndweg NR. 1

Weiter Informationen zu dieser Runde findet man im Wanderführer der Gemeinde Braunsbach.

 

Eckdaten:

  • Distanz: 4,8 km
  • Dauer: 1:15 h
  • Höhenmeter: ⬆176m , ⬇205m
  • Wegebeschaffenheit: 30% Asphalt, 70% Wald- und Wiesenwege
  • empfohlene Jahreszeit: ganzjährig möglich, im Winter bei Glatteis ggfs. zu steil
  • Highlights: Tolle Weitsicht entlang des Kochertals und auf die Kochertalbrücke

Diese kurze Wanderrunde ist perfekt für alle, die sich abends nochmal bewegen und ihren Kreislauf so richtig in Schwung bringen wollen. Die komplette Runde ist mit einer weißen “1” auf schwarzem Grund beschriftet, weshalb im Detail gar nicht auf die Wegbeschreibung eingegangen wird. Wir parken – wie es sich für ein Lehrer-Ehepaar gehört – auf dem Lehrer:innen-Parkplatz der Grundschule Braunsbach und steigen dort die Treppen in Richtung Wald hinauf. Ab jetzt folgen wir strikt immer der Nr. 1, wandern weiter nach oben aus dem Wohngebiet hinaus bis auf die Hochebene zum Schaalhof. Der Weg ist zu Beginn sehr steil, dann steigt er auf der asphaltieren Straße etwas flacher an. Die Bäume geben hier immer wieder die Sicht ins Kochertal frei, mitten drin die spektakuläre, 185m hohe Kochertalbrücke. Am Straßenrand liegen immer wieder Felsen frei, es handelt sich hier um Oberen Muschelkalk. Mit etwas Glück kann man sogar Fossilien finden. 

Vor der ersten Scheune des Schaalhofes biegen wir links in Richtung Wald ab, in den wir dann auch an der markierten Stelle einbiegen. Nun geht es eine Weile entlang ruhiger und zugewachsener Waldwege, bis der Weg extrem steil absteigt. Spätestens hier macht sich gutes Schuhwerk bezahlt! Wir kommen an einem Grillplatz vorbei bevor uns der Weg wieder aus dem Wald herausführt und nochmal einen schönen Blick auf den tiefer gelegenen Kocher freigibt. Entlang steiler Schafsweiden laufen wir wieder zurück nach Braunsbach, wo wir direkt am Schulparkplatz landen. Eine tolle Runde zum Trainieren der Bergsteig-Kondition!

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admin
2. August 2026
Durchs Grimmbachtal

Urlaub in Hohenlohe - Teil 5

Braunsbacher RUndweg NR. 2

Weitere Informationen zu dieser Runde findet man im Wanderführer der Gemeinde Braunsbach.

Eckdaten:

  • Distanz: 10,25 km
  • Dauer: 2:30 h
  • Höhenmeter: ⬆240m , ⬇292m
  • Wegebeschaffenheit: 30% Asphalt, 70% Wald- und Wiesenwege
  • empfohlene Jahreszeit: ganzjährig möglich, bei/nach Regen teilweise sehr matschig, am besten an heißen Sommertagen, da großteils durch Wald
  • Highlights: Tolle Perspektiven auf die Kochertalbrücke, Weitsicht auf der Hochebene
Blick auf die Kochertalbrücke Richtung Süden

Die Braunsbach-Runde Nr. 2 kann man, wie alle anderen Braunsbach-Runden, ebenfalls am Parkplatz beim Friedhof (Ausfahrt Richtung Döttingen, direkt nach dem Torturm) beginnen. Man läuft dann durch das Tor zum Marktplatz, dort am Gasthof “Zum Löwen” vorbei und folgt der Beschilderung immer Richtung Süden. Am Ende der Raingasse verzweigt sich der Weg in einen oberen und mittleren Feldweg sowie den darunterliegenden Zeilweg. Wir entscheiden uns hier für die mittlere Variante und haben bald einen tollen Ausblick auf das Kochertal mit seiner gigantischen Brücke. Auf gut angelegten Kieswegen geht es dann weiter und nach ein paar Serpentinen schwenkt der Weg ins Grimmbachtal. Langsam wandelt sich der Weg und verwildert zunehmend mit hohen Brennnesseln. Im dichter werdenden Wald wird der Weg steiler und deutlich matschiger. Wir befinden uns jetzt in Blickweite des ausgetrockneten Bachbetts des Grimmbachs und wandern immer weiter dieses Tal nach oben bis uns schließlich das Blau des Himmels und das Gelb des Rapses grüßen. Wir sind bei Elzhausen angekommen.

Auf der Hochebene angekommen machen wir eine kleine Rast und befreien uns von unliebsamen Mitreisenden, die wir im Wald aufgelesen haben. Die Felder sind in voller Blüte und liefern malerische Fotomotive. Zwischen den Feldern geht es dann weiter Richtung der Ortschaft Elzhausen, vor der wir aber rechts abbiegen und wieder die Kochertalbrücke ins Visier nehmen. Auf der ungeschützten Hochebene frischt der Wind dann zwischen durch auf, doch bald wird der Saum des Waldes erreicht, durch welchen wir wieder absteigen und auf den selben Kiesweg außerhalb Braunbachs treffen, auf dem wir auch schon den Hinweg bestritten hatten. Ab hier ist es nicht mehr weit bis wir wieder in Braunsbach ankommen und mit unserer Vespa die kurze Heimfahrt antreten.

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admin
2. August 2026
Bühlertalwanderweg (Etappe 5)

Urlaub in Hohenlohe -Teil 4

Bühlertalwanderweg (BTW) - Etappe 5: Von Vellberg nach Geislingen am Kocher

Eine tolle und lange Wanderetappe des Fernwanderwegs, die uns durch das Naturschutzgebiet „Unteres Bühlertal“ führt. Der Wanderweg verläuft manchmal direkt entlang der Bühler, manchmal erhöht auf schmalen Waldwegen mit Blick hinunter zum Fluss. Weitere Informationen zu der von uns gewählten Etappe 5 des BTW gibt es auf der Homepage vom Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e.V. Wir ergänzen die Route lediglich um die kurze Strecke von Cröffelbach nach Geislingen am Kocher.

Eckdaten:

  • Distanz: 20,4 km
  • Dauer: 5:30 h
  • Höhenmeter: ⬆400m , ⬇913m
  • Wegebeschaffenheit: 70% z.T. schmale Waldwege, 20% Asphalt, 10% rutschige Steinwege
  • empfohlene Jahreszeit: Ganzjährig begehbar, bei Regen oder Glätte gibt es für einen Abschnitt eine “Schlechtwetter-Route”
  • Highlights: Die Bühler und die naturnahe Landschaft, das Städtchen Vellberg

Ein bisschen sind wir schon „Schönwetter-Wanderer“. Jeden Tag, wenn man den Rolladen des Schlafzimmers hochzieht und das erste Mal nach draußen schaut, hofft man auf blauen, wolkenlosen Himmel und Sonnenschein. Heute ist der Himmel eher weiß, keine Sonne zu sehen. Aber immerhin auch kein Regen gemeldet. Also was soll‘s, Vesper packen, Wanderschuhe anziehen und los geht’s!

Auf der "Schönwetter-Route" geht man über einen Steinweg direkt an der idyllischen Bühler entlang

Wir starten in Vellberg am Parkplatz direkt am Eingang in die Altstadt. Kaum ausgestiegen entdecken wir auch schon das erste „BTW-Schild“, mit dem der Bühlertalwanderweg hervorragend ausgeschildert ist. Es gibt wirklich keine Stelle, an der man sich verlaufen kann. Der Weg führt uns schnell aus dem schönen Städtchen Vellberg heraus und wir müssen uns entscheiden, ob wir den klassischen BTW laufen oder hier abschnittsweise die „Schlechtwetter-Route“ wählen. Diese wird bei Hochwasser und Regen empfohlen, da der nun folgende Abschnitt direkt an der Bühler entlang verläuft und dann ggfs. nicht begehbar ist. So schlecht ist das Wetter ja nicht, denken wir uns, und folgen der Hauptroute hinunter ins Tal. Ein traumhafter Pfad erwartet uns, der uns durch ein blühendes Meer aus Bärlauch bis hinunter an die Bühler führt. Hier geht der Weg nun auf (rutschigen) Steinen oder matschigen Wegen entlang und wir verstehen jetzt denn Sinn der Schlechtwetter-Route. 🙂 Bei trockenen Witterungsverhältnissen und mit gutem Schuhwerk ist dieser märchenhafte Weg aber eine absolute Empfehlung! Wir wandern weiter im Tal entlang, bis wir eine steinerne Eisenbahnbrücke unterqueren und steigen dann langsam wieder auf die Hochebene auf, und passieren die abgegangenen Mühle von Rappolden. Irgendwann erreichen wir das Örtchen Anhausen, wo wir (viel zu früh) Mittagsrast einlegen. Die Bank direkt am wilden Schwarzenlachenbach ist einfach zu verlockend, um daran vorbei zu gehen. Schnell bekommen wir Gesellschaft von einem großen schwarzen Hund, der vermutlich zu einem Anhäuser Hof gehört. Er setzt sich brav neben uns und beobachtet mit eiserner Selbstbeherrschung, wie wir unser Wurstbrot essen. 🙂 Als uns auch noch eine nicht ganz so brave, einäugige Katze besucht, wird es uns etwas zu ungemütlich und wir brechen auf.

Nachdem wir an einer Stelle die Straße K 2665 überqueren müssen, biegen wir in die wildromantische Otterbachklinge ein. Hier führt uns ein Weg erst am Bach entlang, dann weiter nach oben bis nach Oberscheffach. Mitten auf dem Waldweg entdecken wir das absolute Highlight dieser Wanderung: einen Feuersalamander, der seinen Schwanz in einer Pfütze abkühlt und sich ganz entspannt von uns bewundern und fotografieren lässt. Kurz darauf treffen wir doch tatsächlich noch auf eine Blindschleiche am Waldrand. In meinem Kopf ist diese BTW-Tour ab sofort als „Amphibienwanderung“ abgespeichert.

Nach Oberscheffach führt uns der Weg über die Bühler und dann in den Wald hinein. Auch hier erwartet uns ein wunderbarer schmaler Pfad, gesäumt von blühendem Bärlauch. Es geht jetzt im Wechsel durch den Wald und am Waldrand entlang, wir bleiben aber immer leicht erhöht und erreichen irgendwann Cröffelbach, wo diese Etappe offiziell endet. Wir wandern noch etwas weiter nach Geislingen am Kocher, wo die Bühler in den Kocher mündet. Hier kann man der Beschilderung „WM“ folgen (Rundwanderung Bühlermündung).

Seltenes Fundstück: Ein Feuersalamander

Wir haben nach dieser 20km-Tour zwar schwere Beine, würden die Route aber sofort nochmals wandern. Eine absolute Empfehlung! Als Belohnung gibt es dann beim Auto abholen in Vellberg noch die erste Kugel Eis dieser Saison.

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admin
2. August 2026
Zu den Mammutbäumen

Kochersteig - Beimbach nach Kirchberg a. d. Jagst

Weitere Informationen zu dieser Runde findet man auf der offiziellen Website des Kocher-Jagst-Trails.

Eckdaten:

  • Distanz: 12 km
  • Dauer: 2:55 h
  • Höhenmeter: ⬆221m , ⬇219m
  • Wegebeschaffenheit: 10% Asphalt, 90% Wald- und Wiesenwege
  • empfohlene Jahreszeit: ganzjährig möglich
  • Highlights: Mammutbäume und Aussicht auf Kirchberg an der Jagst, Esel

 

Wir beginnen diesen Abschnitt des Jagsttrails in Beimbach. An der westlichen Ortseinfahrt befindet sich auf der rechten Seite direkt nach der Brücke ein Parkplatz von dem aus wir los marschieren. Es ist heute der 1. Januar und die Temperaturen sind knapp über dem Gefrierpunkt – perfekt also, um dick eingepackt gut in das neue Jahr zu starten. Nach gut 2,5 km kommen wir auch schon zu einer riesengroßen Überraschung, im wahrsten Sinne des Wortes. Mitten im Wald finden wir eine kleine Hütte, sowie ein Picknick-Platz an einer Lichtung vor, umgeben von gigantischen Mammutbäumen. Damit hätten wir in Hohenlohe wahrlich nicht gerechnet! Die Infotafel lässt uns wissen, dass die damals ein- bis zweijährigen Bäume im Jahr 1856/1866 ausgepflanzt wurden. Die Mammutbäume hier haben zwar noch nicht die Ausmaße des General Sherman Tree im Sequoia National Park (Kalifornien, USA) mit seinen rund 84 m Höhe erreicht, doch sind sie recht stattlich und stechen aus dem umliegenden Forst sofort heraus.

Bitte klicken und mehr Infos lesen zu können

Nach diesen beeindruckenden Baumriesen setzen wir unseren Weg Richtung Kirchberg an der Jagst fort und steigen kurz vor unserem Wendepunkt Richtung Jagst ab. Dort stärken wir uns und wärmen uns bei einer Tasse Tee auf. Abschließend statten wir den beiden zutraulichen Eseln (Marco-Fritz und Chuck-Berry) noch einen kurzen Besuch ab und verteilen ein paar Streicheleinheiten. Ehe es uns zu kalt wird treten wir den Rückweg an und folgen dabei dem gleichen Weg. 

Ausreichend Proviant sichert den Heimweg
Ich (links) und ein süßer Esel

Nach rund drei Stunden sind wir wieder an unserem Auto angelangt und haben uns fest vorgenommen den Mammutbäumen und dem Picknick-Platz spätestens im Sommer einen erneuten Besuch abzustatten.

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