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Monat: August 2026

admin
2. August 2026
Amalfi - un viaggo retro

Nach einem Video von Thomas Heaton, einer meiner Youtube Inspirationsquellen, überlege ich mir, ob ich es nicht einmal ausprobiere und mir für “meinen” alten Yashica TL Electro X Fotoapparat einen geeigneten Film besorge und mich in die analogen Gefilde begebe. Die Kamera wurde zwischen 1968 und 1974 in Japan produziert und ist bestimmt schon seit Anfang der 1970er im Familienbesitz.

Eine “neue” Kamera bedeutet für mich auch immer eine neue Motivation wieder raus zugehen und Motive zu finden und zu fotographieren. Was hat das Ganze nun mit Amalfi zu tun? – Eine gute Frage! Für mich hatte die Reise an die Amalfiküste im Juni 2019 einfach ein bisschen was von Urlauben, die auch meine Eltern in den 1970ern oder 1980ern gemacht haben – eben auch mit den entsprechenden “retro” Fotos, die alles andere als perfekt scharf, belichtet oder farbtreu gewesen sind. All das hat schon seinen gewissen Charme. Hinzu kommt noch die Komponente des analogen Fotographierens, dass man sich einfach limitieren muss, was die Anzahl der Aufnahmen betrifft und dadurch, denke ich, sich noch mehr in den Moment und das Motiv hineinfindet und tatsächlich ein Stück weit reflektierter und bewusster fotographiert.


Als kleinen Einstieg in dieses unbekannte Projekt der analogen Fotographie habe ich mich entschlossen ein paar meiner Amalfi-Fotos erstmal digital zu bearbeiten um ein bisschen “retro feeling” zu bekommen. Im Anschluss daran findet ihr dann ein paar Reiseinformationen.

Der Urlaub an der Amalfiküste war aufgrund meines Heiratsantrages natürlich von besonderer Bedeutung, aber davon abgesehen ist es auch eine fantastische Region in Italien. Die Anreise erfolgte per Flieger nach Neapel von wo es dann mit einem Shuttle direkt nach Amalfi ging. Unsere Airbnb-Unterkunft dort hätte zentraler nicht sein können. Andrea’s “mamma rosanna” Apartment liegt direkt neben der Cattedrale di Amalfi im Herzen des kleinen Städtchens. Die Dachterrasse grenzt tatsächlich an das historische Gemäuer dieses Doms an. Rund hundert Treppenstufen tiefer befindet sich dann die Piazza Duomo, von der aus sich in nördliche Richtung die Via Lorenzo D’Amalfi erstreckt, die mit Restaurants und kleinen Läden gespickt ist. Folgt man der Straße weiter Richtung Norden so verlässt man bald das Zentrum Amalfis und gelangt in das wunderschöne Mühlental (Valle dei Mulini), welches sich besonders an heißen Tagen als schattiges Wandergebiet anbietet. Direkt am Weg durchs Mühlental gelegen befindet sich die Agricola Fore Porta, ein kleines, ursprüngliches Restaurant, welches lokale Produkte in einer wunderschönen Laube im Freien oder ganz klassisch im rustikalen Restaurant selbst anbietet.

Alte Treppen hinauf zum Valle dei Mulini…

…vorbei an den zahlreichen Zitronenhainen…
… mit einer kleinen Erfrischungspause an der Fore Porta

Im Mühlental selbst gibt es dann die Ruinen einiger ehemaliger Papiermühlen zu sehen, welche inzwischen großteils von der Natur zurück erobert wurden. Wir wanderten weiter das Tal hinauf und wandten uns nach einiger Zeit dann nach Osten, Richtung des Dorfes Pontone (290 m ü.N.N), wo wir nach erfolgreichem Heiratsantrag im Valle dei Mulini, auf unsere gemeinsame Zukunft anstießen und uns die typisch italienischen Mittagsgerichte (erleichtert) im ristorante San Giovanni schmecken ließen. Danach ging es weiter bis zum Torre dello Ziro, der einen fantastischen Ausblick auf Atrani und Amalfi eröffnet. Leider gab es von dort keinen direkten Fußweg hinunter an die Küste, sodass wir wieder ein ganzes Stück zurück laufen mussten, um dann schließlich wieder komplett absteigen zu können.


Neben Amalfi hat die Region entlang des Mittelmeeres auch durch die Stadt Positano Berühmtheit erlangt. Bequem per Wassertaxi kann man sich den Verkehr der Amalfitana ersparen und erreicht nach einer szenischen Fahrt entlang der Küste die 4000 Einwohner Stadt innerhalb einer viertel Stunde. Der Charm Positanos kommt allerdings während der Hauptsaison nicht so recht zur Geltung, da die Menge an Touristen es doch erheblich erschweren das Flair aufnehmen zu können.

Positanos Chiesa di Santa Maria Assunta

“Laubengänge”

Positanos Hafen vom Torre Trasita aus


Eine weitere Möglichkeit nach Positano zu gelangen ist zu Fuß. Hierfür gibt es natürlich nichts standesgemäßeres als den bescheidenen Weg der Götter (Sentiero degli Dei). Der Weg beginnt, nach einer atemberaubenden Busfahrt, in Bomerano/Agerola auf rund 630 m ü.N.N. Von dort aus schlängelt sich der Pfad, mehr oder weniger parallel zur Küste, bis in das Örtchen Nocelle, wo dann die richtige Tortour für Knie, Oberschenkel und Schienbeinmuskulatur beginnt – sage und schreibe 1700 Treppenstufen sind es bis man in unten in Positano angelangt. Insgesamt braucht man für die Wanderung etwa drei Stunden. Nicht eingerechnet den leckeren und erfrischenden Lemon Slush am Lemon Point (am Gässchen “Frazione Nocella” gelegen).

Küstenblick zu Beginn des Sentiero degli Dei
Entlang des Weges der Götter
Blick nach Positano

Das letzte Highlight unseres Amalfi-Urlaubs war Ravello. Die Stadt, die 365 Meter über Amalfi liegt, ist vorallem durch die Villa Rufolo bekannt geworden und fast jeder Urlauber kennt die Bilder mit den markanten Pinien, den beiden Türmchen der Santa Maria delle Grazie und dem dahinter liegenden azurblauen Meer. Was mir besonders auffiel und gefiel war das recht angenehme Klima, welches sich aufgrund der erwähnten Höhenmeter als doch deutlich milder zeigte, als die hochsommerlichen Temperaturen auf Meereshöhe. Die trockenadiabatische Abkühlung der Luft (bevor der enthaltene Wasserdampf beginnt zu kondensieren) beträgt rund -1°C pro 100 Höhenmeter, so kommt man auf eine Temperatur in Ravello, die zwischen 3 und 4°C kühler ist als bspw. in Amalfi. Die Ausblicke von Ravello sind wirklich atemberaubend und ein Besuch der Villa Rufolo durchaus eine Überlegung wert, auch wenn ich es persönlich davon abhängig machen würde, wie groß der Besucherandrang ist. Die Restaurant Preise sind zudem etwas überdurchschnittlich. Der Tagesausflug nach Ravello hat sich trotz langer Wartezeiten auf den Bus richtig gelohnt und ich freue mich schon heute darauf bald wieder an die wunderschöne Amalfiküste zu reisen und den leckersten mozarella di bufala und das beste gelato al lemone der Welt zu genießen!

R A
V E L
L O

Abschließend noch eine kleine Illustration aus Mareikes Reisebulletjournal, die man als “quintessential Amalfi” bezeichen darf. Immer wenn man wieder aus dem Urlaub zuhause ist, denkt man sich wie schade es ist, dass man sich nicht mehr Souvenirs gekauft hat, die man im Alltag daheim verwenden kann… nächstes Mal dann 🙂 – mehr Souvenirs und mit der alten Yashica TL Electro X – versprochen!

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admin
2. August 2026
Lettering-Tipp für Einsteiger: (1)

Heute stelle ich euch eine Art des Handletterings vor, für die man keinerlei Vorkenntnisse oder spezielle Materialen braucht. Man nennt sie “Faux Calligraphy” was so viel wie falsche Kalligrafie bedeutet. Die bekannten Kalligrafie-Effekte (Abwechslung von dünnen und dicken Schreiblinien) entstehen hier nicht durch einen unterschiedlichen Schreibwinkel der Feder oder durch verschieden starken Druck wie bei Pinselstiften, sondern mit einem einfachen Trick. Mithilfe meiner folgenden Tipps könnt ihr diese Schriftart schnell selbst ausprobieren und erlernen.

Das Material: Ich braucht für die “Faux Calligraphy” schlicht und einfach einen Stift und Papier. Welchen Stift ihr wählt ist dabei völlig egal. In den folgenden Beispielen habe ich mit einem normalen schwarzen Fineliner gearbeitet, selbstverständlich geht aber auch Bleistift oder ein Kugelschreiber. Als Papier diente eine leere Seite in einem alten punktkarierten Notizbuch.

Die Grundregeln: Jeder Buchstabe entsteht durch Linien, die entweder von unten nach oben gezogen werden (sogenannte upstrokes), oder von oben nach unten (=downstrokes). Im Bild unten verdeutlichen die kleinen Pfeile die Schreibrichtung der Buchstabenlinien. Upstokes sind grün markiert, downstrokes rot. Die Regel lautet nun: Upstrokes bleiben dünn, downstrokes werden dicker gemacht.

Konkret geht man dabei in drei Schritten vor:

Schritt 1:

Zuerst schreibt man ein Wort in einer normalen, möglichst gleichmäßigen Schreibschrift.

Schritt 2:

Dann zieht man neben allen downstrokes einen zusätzlichen Strich, um diese zu “verdoppeln”.

Schritt 3:

Schließlich füllt man die Zwischenräume, indem man sie einfach ausmalt.

…und schon hat man eine Schreibschrift kreiert, die fast so aussieht als hätte man sie mit einem Brushpen oder einer Feder geschrieben. Und das ganz ohne teures Zubehör.

Hier nochmal der direkte Vergleich: der obere Schriftzug ist mit der Faux Calligraphy-Methode entstanden. Dabei bin ich exakt nach den oben genannten Schritten vorgegangen, immer nach der Regel: upstrokes bleiben dünn, downstrokes werden dicker gemacht. Anfangs braucht man ein wenig Übung, aber wenn man mal bewusst auf die Schreibrichtung achtet, gelingt es ganz leicht.

Der untere Schriftzug ist mit einem Brushpen entstanden. Hier entstehen die dickeren Linien durch stärkeren Druck beim Schreiben. Dafür benötigt man deutlich mehr Übung. Dazu werde ich aber in Kürze einen weiteren Blogeintrag verfassen.

Wie man sieht, sieht man fast keinen Unterschied! 😉

Noch ein letzter Kreativ-Tipp: Ruhig auch mal ausprobieren, die Zwischenräume der downstrokes gar nicht oder mit einer anderen Farbe zu füllen. Auch Schraffuren und Schattierungen sehen spannend aus und verleihen der Schrift einen ganz anderen Charakter. Probieren geht über Studieren! Auch bei Druckbuchstaben funktioniert der Trick übrigens!

Damit ihr euch besser vorstellen könnt, welche Linien der Buchstaben upstrokes und welche downstrokes sind, findet ihr hier noch ein Faux Calligraphy Alphabet von mir zum downloaden. So könnt ihr bei Buchstaben, bei welchen ihr euch nicht ganz sicher seid, einfach abschauen!

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admin
2. August 2026
5 Tipps für Barcelona

Barcelona, die Metropole am Mittelmeer, ist mit rund 1,6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Spaniens. Mit durchschnittlich 27 Millionen Besuchern pro Jahr allerdings der unangefochtene Spitzenreiter in der Kategorie “Tourismus”. Die Zahl der Touristen, etwa 17 mal Barcelonas einheimische Bevölkerung, führen vor allem in der Hauptsaison zu nur noch schwer zu ertragenden Zuständen, so schwer, dass einige Barcelonier (Bezeichnung laut Knigge) sich dazu genötigt sahen gegen diese Form des Tourismus zu demonstrieren – “Klasse statt Masse” soll vermehrt das Credo sein, von “Qualitätstourismus” ist immer häufiger die Rede. Wer wie wir allerdings die Möglichkeit hat Barcelona außerhalb der Hauptsaison zu besuchen, der wird sich sehr an dieser Stadt erfreuen. Wir besuchten Barcelona im März und sind seitdem große Freunde dieser Stadt. Im Folgenden möchte ich euch gerne meine persönlichen, eventuell auch fotographischen, Highlights dieser Stadt zeigen: 5 Tipps für Barcelona – los geht’s!

Tipp Nummer 1: Barcelona en bici. Wer sich zu Beginn einen Überblick verschaffen möchte und möglichst viele Ecken und Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken und genießen will, der sollte auf jeden Fall mit einer Fahrradtour durch Barcelona starten. Wir haben es an unserem zweiten von sechs Aufenthaltstagen (03.03.-08.03.19) gemacht und fanden es sehr interessant. Zum Einen erhielten wir auf der geführten Tour viele Informationen über verschiedene Gebäude, Parkanlagen und Barcelona allgemein. Zum Anderen hat das Fahrrad den Vorteil, dass man doch große Teile der Stadt erkunden kann und gleichzeitig quasi an jeder Stelle absteigen kann um zu verweilen. Nach rund drei Stunden hat man dann von der Sagrada Familia, Gaudis diversen Häusern, Parc de la Ciutadella bis hin zum Olympischen Dorf (La Vila Olimpica del Poblenou) einiges erlebt und gesehen.

La Sagrada Familia
La Ciutadella
El peix d’or von Frank Gehry
Casa Milà
Arc de Triomf
Blick über die Playa de la Barceloneta

Tipp Nummer 2: Park Güell – abans de l’obertura. Der Park Güell (von Antoni Gaudi erbaut) ist sicherlich ein Schmuckstück, aber wirklich nur bevor er offiziell seine Tore öffnet. Selbst in der von mir viel gepriesenen Nebensaison war die Schlange um 8:30 Uhr morgens wirklich extrem. Zum Einen lag es daran, dass der Park um diese Uhrzeit regulär öffnet; zum Anderen daran, dass die Touristenbusse direkt am Eingang die Besucher abliefern. Am besten kann man den Park also genießen, wenn man sich früh morgens zu Fuß auf den Weg macht. Als Belohnung muss man dann noch nicht einmal Eintritt zahlen. Wir waren nach knappen zwei Kilometern Fußmarsch von unserer Unterkunft gegen 7.15 Uhr und somit mehr als eine Stunde vor der regulären Öffnung um 8.30 Uhr am westlichen Nebeneingang des Parkes (Av. del Coll del Portell), von wo aus man über Treppen und ein geöffnetes Tor den Park erkunden kann.

Park Güell – El Pòrtic de la Bugadera

Tipp Nummer 3: Tapas-Tour über AirBnB Experience Was sich zunächst ungewöhnlich anhört, entpuppte sich als wirklich tolles Ereignis. Seit geraumer Zeit ist es möglich über die bekannte AirBnB-Seite sich nicht nur Unterkünfte zu buchen, sondern auch “experiences”, und es war tatsächlich eine tolle Erfahrung. Geführt von unserem Guide aus Barcelona und sieben anderen Teilnehmern aus den USA und Indien wurden wir durch gleich drei Stadtteile Barcelonas geleitet. Die Stimmung innerhalb der Gruppe und mit dem Guide war ausgesprochen gut, ebenso wie die Tapas und Getränke, die an den verschiedensten Stationen und bodegas zu sich genommen wurden. Für uns war es die perfekte Kombination aus essen, trinken, sich unterhalten und einer kleinen Stadtführung (3 Stunden, 5 Stopps, 12 Tapas).

Tipp Nummer 4: Walden 7 – objecte fotogràfic Barcelona bietet, was Architektur anbelangt, eine unglaubliche Vielfalt, stark geprägt vom Schaffen Gaudis. Doch auch die zeitgenössischen Ausprägungen haben ihren Platz in der Stadt und im Umland gefunden. Ein besonders bemerkenswertes Exemplar kontemporärer Architektur ist das “Walden 7” von Ricardo Bofill. Der Apartmentkomplex wurde 1975 in Sant Just Desvern gebaut und erhielt seinen Namen als Referenz zu B.F. Skinners utopischem Science-Fiction Roman “Walden Two”. Als (Stadt-)Geograph kommt es bei der Betrachtung des Gebäudes unwillkürlich zur Assoziation mit dem Begriff “fortification”. Eine kleine Studie des Gebäudes findet sich in der folgenden Galerie. Ob man das Gebäude mag oder nicht, es hinterlässt seine Spuren und ist die Busfahrt in Barcelonas Westen wert.

Tipp Nummer 5: Cookies Demasié – los mejores rolls de Barcelona! Die mit Abstand besten Zimtschnecken Barcelonas, … der Welt?! Möglich ist es. Wer im Stadtteil Born unterwegs ist, sollte sich diesen Gaumenschmaus nicht entgehen lassen (Carrer de la Princesa, 28). Neben den klassischen Zimtschnecken sind die unterschiedlichsten Toppings und Füllungen von Pistazie und Nutella über gesalzenes Karamell bis hin zu Erdbeeren genau das, was es so schwer macht sich zu entscheiden.

Ich hoffe diese fünf Tipps sind etwas, das man jetzt nicht in jedem Reiseführer findet und wir wünschen allen zukünftigen Barcelona-Besuchern viel Spaß und sagen adéu!

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admin
2. August 2026
Chalk-Lettering

Seit zwei Jahren gestalte ich einmal im Monat die Kundenstopper von Krimmers Backstub’ in Untermünkheim neu. Als Inspiration für die Kreidetafeln dienen die professionellen Werke einiger “chalk lettering artists” auf Instagram und Pinterest. Es macht unheimlichen Spaß die triste schwarze Fläche mit Kreide zum Leben zu erwecken und ich habe das Gefühl, dass ich mich von Tafel zu Tafel verbessere. Ich arbeite mit normaler Tafelkreide sowie mit Flüssigkreidestiften in verschiedenen Stärken. Folgende Bilder zeigen eine Auswahl meiner neuesten Werke für die örtliche Bäckerei.

Weitere Informationen hier im Interview vom 30.04.2020:

Frage: Hallo Mareike, wie geht es Dir? Wann hast du das letzte Mal eine Kreidetafel belettert?

Mareike: Hallo! Danke mir geht es gut! Erst heute habe ich zwei Seiten von einem großen Aufsteller fertig gestellt.

Frage: Wie gehst Du dabei eigentlich vor?

Mareike: Zuerst markiere ich mit normaler Tafelkreide einen schmalen Rahmen sowie den Mittelpunkt der Tafel. So fällt es mir leichter das Lettering mittelzentriert auszurichten. Dann skizziere ich das Lettering bzw. ziehe Schreiblinien. Das finale Lettering schreibe ich dann mit Flüssigkreide. Zum Schluss wische ich die überstehenden Kreidespuren weg.

Frage: Fertigst Du zuvor Skizzen auf Papier an oder entsteht der Entwurf direkt an der Tafel?

Mareike: Meistens entsteht der Entwurf direkt auf der Tafel. Da normale Tafelkreide einfach wegzuwischen ist, kann man so auch schnell verschiedene Layouts ausprobieren. Wenn ich mehr Zeit habe, skizziere ich aber auch gerne einen Entwurf auf Papier.

Frage: Welche Werkzeuge verwendest Du? Hast Du Tipps und Tricks?

Mareike: Ich verwende normale Tafelkreide, die ich mit einem handelsüblichen Anspitzer spitze. So kann man feine Linien besser vorzeichnen. Flüssigkreidestifte gibt es von den verschiedensten Herstellern. Ich nutze am liebsten einen relativ dünnen mit einer 1 mm Spitze und einen dickeren mit einer 3 mm Spitze. Außerdem sind mir persönlich die Stifte mit runder Spitze lieber als die mit eckiger. Für das Vorzeichnen bzw. die Schreiblinien nutze ich ein normales 30 cm Lineal. Ein feuchtes Tuch ist natürlich praktisch um Fehler zu korrigieren. Um feine Kreidelinien am Ende wegzuradieren eignen sich auch Q-Tips / Wattestäbchen besonders gut.

Frage: Die Kreidetafeln, so wie Du sie für die Bäckerei gestaltest, sind ja “vergängliche Kunst”, da sie regelmäßig neu beschriftet werden müssen. Findest Du es nicht schade, die eigenen Kunstwerke wieder wegwischen zu müssen?

Mareike: Ein wenig schade ist es schon, besonders wenn man viel Zeit in das Lettering investiert hat. Aber die Vorfreude auf das neue Beschriften überwiegt und es macht Spaß sich immer wieder neue Schriften und Designs auszudenken. Außerdem habe ich jedes Mal wenn ich eine Beschriftung wegwische den Ansporn es noch schöner zu machen.

Frage: Auf eine Tafel zu lettern stelle ich mir relativ schwierig vor. Hast Du dafür noch einen konkreten Tip?

Mareike: Die Schwierigkeit beim chalk-lettering ist, dass man oft seine Hand nicht auf der Tafel ablegen kann ohne etwas zu verwischen. Dadurch werden die geschriebenen Linien zittriger und man kann sie nicht so leicht beherrschen. Das Einzige was hilft, ist tatsächlich einfach zu üben und sich an diese besondere Handhaltung zu gewöhnen.

Frage: Vielen Dank für Deine Zeit und die Tipps!

Mareike: Sehr gern!

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admin
2. August 2026
Upcycling Projekt IKEA "Moppe"

Neben den vielen negativen Aspekten in Zeiten der Corona-Krise gibt es für mich durchaus etwas Positives: man hat Zeit. So viel Zeit sogar, dass man endlich Dinge umsetzen kann, die man schon lange im Kopf hatte.

Meine Moppe-Kommoden VORHER

So habe ich mich gestern ans „Aufhübschen“ meiner Moppe-Kommoden von Ikea gemacht. Nachdem ich früher schon mal eine bemalt hatte, wollte ich irgendwas anderes ausprobieren und es stand schnell fest: ich will sie bekleben. Nur mit was?

Die Idee kann mir dann tatsächlich durch zwei genähten Körbchen, die ich beim Aufräumen wieder gefunden hatte: alte „Landkarten“! Davon hatte ich noch einige auf dem Dachboden rumliegen. Nach einem kurzen Check stand fest: Die Landkarten passen farblich null in mein neu gestaltetes Kreativzimmer. Deshalb habe ich mich für alte Lehrkarten aus der Grundschule entschieden, auf denen „heimische Laubbäume“ abgebildet waren. Die Karten sind gebraucht und wurden von der Grundschule aussortiert, meine Mama hat sie damals „gerettet“ und wohl schon gespürt, dass man daraus noch coole Dinge machen kann. Sie haben einige Knicke und Risse, was den Vintage-Look perfekt macht. Außerdem ist die Rückseite der Karten so Leinwand/Tapeten-mäßig, sodass man sie gut kleben kann.

Folgende Materialien habe ich für mein Upcycling-Projekt verwendet:

Zuerst den Ausschnitt der Karte aussuchen, der auf der Front der Kommode zu sehen sein soll. Dann alle Schubladen entsprechend nebeneinander auf die Karte stellen und die Umrisse mit Bleistift übertragen. (Auf die Rückseite!)

Beim Ausschneiden der Teile dann unbedingt darauf achten, leicht innerhalb der aufgezeichneten Linie zu schneiden. So ist das ausgeschnittene Kartenteil minimal kleiner als die Moppe-Schublade und es steht nichts über. Im Zweifelsfall lieber nochmal nachkontrollieren und eventuell nochmal einen Millimeter außen herum abschneiden, falls das Teil noch zu groß ist. Sobald es (wenn auch nur ein klein wenig) übersteht, lässt sich die Schublade nicht mehr so gut rein und rausschieben. 

Dann das Frontteil der Schublade mit Bastelkleber einstreichen. Dabei darauf achten, dass der Kleber wirklich bis außen zum Rand geht. Ich habe den Kleber direkt aus der Flasche aufgetragen und mit einem Stück Papier verstrichen, damit er überall gleichmäßig dick verteilt ist. Das ausgeschnittene Kartenteil draufkleben und mit einem Tuch richtig gut festdrücken. Man kann auch mit etwas Druck von der Mitte nach außen streichen, dann kommt ggf. etwas Bastelkleber an den Kanten wieder heraus. Das macht aber gar nichts, diesen kann man einfach mit dem Finger verstreichen. Das ganze jetzt mit allen anderen Schubladen genauso wiederholen.

So – nun nur noch gut trocknen lassen und die Schubladen wieder in die Kommode schieben – Fertig!

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